Bereits in der noch wüst dahinsiechenden Stadt kamen Gedanken auf, den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche zu initiieren. Erste Spendenaufrufe ein Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg und denkmalpflegerische sowie archäologische Untersuchungen zeigten, dass die Frauenkirche tatsächlich Symbol Dresdens war, ein Mythos, der weiterleben sollte. Doch die Geschichte der DDR verlief anders, die Einparteienführung des Staates zollte alten, zerstörten Bauwerken wenig Interesse - und auch vor Abriss wurde nicht zurückgeschreckt. Letztlich ist die Ruine der Frauenkirche erst deswegen zum Mahnmal für Frieden und gegen den Krieg geworden, weil das Herz der Bürger Dresdens,
Kunsthistoriker, Archäologen, Architekten und Denkmalpfleger an diesem einmaligen Bau aus ganz verschiedenen Gründen hing.
So konnte der „Ruf aus Dresden“ durch die „Bürgerinitiative zum Wiederaufbau der Frauenkirche“ erst am 13.02.1990 weltweit beachtet werden und die enormen Spendenzahlen im Laufe von 15 Jahren sprechen für die Anteilnahme. Wenn die 95 Meter hohe Kirche innen wie außen 2005 offiziell eingeweiht ist, haben über eine halbe Million Menschen aus der ganzen Welt über 100 Millionen Euro gespendet.